EDV Beratung Feike

Seit 15 Jahren Freelancer / Freiberufler in der EDV um München. Speziell C/C++, JAVA, PHP, Bank, Wertpapier. Projekt Profil.

Für das Netz, für die Bürger

In den letzten Jahren hat sich ein Trend verstärkt, die anonyme Nutzung des Internets zu unterbinden. Ich bin gegen diesen Trend. Er verändert unsere Gesellschaft zum Schlechten und verringert die Freiheit des Einzelnen in der Demokratie. Das anonyme Sein wird in eine dunkle Ecke verschoben, anonym seien nur Straftäter. Stets werden Gefahren überhöht und Chancen ausgeblendet.

Zusätzlich hat sich eine unsinnige Bewertung von "Internetunternehmen" nach "registrierten Mitgliedern" eingestellt. Diese Scheinbewertung hat einen Registrierungszwang für selbst die trivialsten Zwecke befördert (z.B. einkaufen). Stellen Sie sich vor, Sie müssten sich erst bei Aldi registrieren bevor Sie einkaufen dürfen.

Dieser Entwicklung möchte ich entgegentreten.

Wir brauchen keine permanente Identität. Weder im Internet noch in der Realität. Bürger eindeutig identifizierbar zu halten, und deren Verhalten aufzuzeichnen, sind Kennzeichen von totalitären Systemen.

Um eine Plattform für Anonymität im Internet wieder herzustellen, habe ich mir https://flashteams.org ausgedacht und entwickelt. Dabei nutze ich eine Analogie des kommunalen Miteinanders als Modell.

Primäre Ziele von flashteams.org bzw. Anforderungen

  • Sofortige Nutzung ohne Identitätsnachweis, ohne permanent-eindeutige Kennung
  • Gleichberechtigung aller Teilnehmer
  • Jederzeit kann die Identität vollständig gelöscht werden
  • Inaktive Teilnehmer werden automatisch "vergessen"
  • Es gibt geschlossene und offene Kommunikationsgruppen
  • Asynchrone Mehrkanalnutzung (Handy, Tablet, Laptop, Fernseher etc, das ist mehr ein technisches Ziel)
  • Technisch verschlüsselte Kommunikation

Diese Ziele auf die reale Welt der Kommunen abgebildet ergibt folgendes Modell

  • Eine Identität besteht aus einem Namen und einer Hauptgruppe, z.B. Rainer@Feike, dabei ist Rainer der Name und Feike die primäre Gruppe. Das System erlaubt das sofortige Anlegen dieser Identität falls diese Kombination noch nicht aktuell genutzt wird (natürlich sollte der reale Name nicht verwendet werden - hier nur Zwecks Verständlichkeit).
  • Gruppierungen der Realität werden vom System als "Flashteams" bezeichnet. Wenn Rainer nun zum Trachtenverein (regionale Gruppe) gehen möchte, kann er sich dem Team "Trachtenverein Heufeld" selbständig und mit sofortiger Wirkung anschließen. In einer Kommunikation des Trachtenvereins wird er dann als "Rainer@Trachtenverein Heufeld" auftauchen - denn Rainers primäre Gruppe "Feike" geht beim Trachtenverein erst mal niemanden was an.
  • Eine Kommunikation (etwas wo man reden und/oder hören kann) wird bei flashteams.org als "Raum" bezeichnet (da ist mir noch nichts besseres eingefallen). Jede Identität kann Räume gründen. Ein Raum kann privat sein, dann dürfen dort nur eingeladene Identitäten kommunizieren. Er kann ein "Teamraum" sein, dann können dort alle Identitäten im Team des Raumes kommunizieren, oder er kann komplett öffentlich sein.
  • Ein Teamraum könnte zum Beispiel "Trachtenverein Heufeld" sein. Dann kann dort jeder kommunizieren, der dem Team "Trachetnverein Heufeld" beitritt. Der "Trachtenverein Heufeld" könnte von einer technischen Identität oder einem realen Menschen eröffnet worden sein. Jedenfalls besteht keine Notwendigkeit, die Identität der Kommunikationsteilnehmer nachzuweisen oder aufzuzeichnen. Rainer wird dort als "Rainer@Trachtenverein Heufeld" erscheinen. Das genügt. Falls Rainer entscheidet, aus dem Team "Trachtenverein Heufeld" auszutreten, kann er das sofort und selbständig tun und löscht damit die gesamte unter dieser Identität erstellte Kommunikation.
  • Falls Rainer nun eine Privatunterhaltung mit "Christiane@Trachtenverein Heufeld" starten möchte, kann er sofort einen Privatraum "Rainers Privatraum" gründen, und dort in der Funktion als "Roomboss" (das ist der, der den Privatraum gegründet hat) die Identität "Christiane@Trachtenverein Heufeld" einladen. In "Rainers Privatraum" können die beiden nun eine Weile ungestört chatten. Wird der Raum dann eine Weile nicht mehr genutzt, löscht das System den Raum selbständig mit allen enthaltenen Kommunikationen. Löscht ein Roomboss seine Identität, werden ebenfalls sofort sämtliche davon erstellten Räume gelöscht.
  • In einen öffentlichen Raum kann jeder unmittelbar kommunizieren. Ein öffentlicher Raum könnte bspw. "Bundeskanzleramt" sein. Für die Kommunikation in öffentlichen Räumen kann man eine beliebige Identität vorgeben (wenn ich in Heufeld beim Metzger plaudere, muss ich ja auch nicht meinen Ausweis vorzeigen - noch nicht). In diesen Raum kann dann Frau Merkel ihre Nachrichten an die Bürger posten.

Bleibt noch zu sagen, dass jeder Teilnehmer beliebig viele Identitäten führen kann, dass eine versionsfähige Client-API existiert und öffentlich dokumentiert ist (HTTP-POST/json), und dass ein exemplarischer AJAX Client unter https://flashteams.org/webclient/de zur Verfügung steht. Ein Android Client ist im Entstehen.

Falls sich Bürger an diesem Projekt beteiligen möchten, sind sie unter https://www.flashteams.org/de herzlich eingeladen.

Geschrieben am 17.04.2015, zuletzt bearbeitet am 01.06.2015, wie folgt kategorisiert:
Fachbereiche Technische Umgebung Stichworte

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Rainer Feike: "Ich arbeite seit 1994 als Freelancer bzw. Freiberufler in der EDV Branche um München. Ich bin Softwareentwickler für Projekte in C/C++, JAVA und PHP. Ich bin Analyst und Berater im Fachbereich Bank und Börse. Ich konzipiere, entwickle und betreibe anspruchsvolle Web 2.0 Projekte. " Powered by Drupal

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